Kleingartenverein SW 52 e.V.

Wilhelm-Riehl-Str. 50, 80687 München


Historie / Chronik
des Kleingartenvereines SW 52 e.V.

(1917 - 1935)

Beginn der vorhandenen Aufzeichnungen
19. Februar 1932

  • 1917 Gründung
    lt. Protokoll von 1932 wurde zum 15-jährigen Bestehen ein Fest gefeiert, also wurde der Verein 1917 als Kleingartenverein „Frieden­heim W 5“ gegründet. Der Ortsteil hatte damals den Namen „Friedenheim“. Vermutlich damals schon angeschlossen an den Familienkriegsgarten-verband und dann ab
  • 1924 dem Familienhilfe e.V. dem späteren Kleingartenverband München e.V.
  • Lt. Überlieferung waren die damaligen Nachbarn im Norden der Kaninchenzüchterverein die s.g. „Hoaserer“ und im Osten, also Richtung Stadt, ein Bauernhof der s.g. „Saubauer“.
  • 1932 Der Kleingartenverein bestand lt.
    Protokoll aus 42 Gärten.
  • 1. Vorsitzender bis 1932 (abgewählt) Dembeck, ab Febr. 1932 Kramer, 2. Vorsitzender - Schmid, Kassier - Schullan, 1. Schriftfüh­rer - Ecker, 2. Schriftführer - Kindl.
    Tumulte bei der Generalversammlung wg. Pachtpreiserhöhung von 2 auch 3 Pfennig/qm.
  • Von einer Goldschlägerei wurden große Mengen „Lösch“ angeliefert, welches wohl auf die Wege aufgebracht und planiert wurde – was das ist wäre noch zu klären. Auch das Internet kennt bisher kein „Lösch“; vermutlich Schlacken, da diese vereinzelt noch heute im Boden auftauchen.
  • Der Wasserleitungsbau von 1919/20/21 wurde mit der endgültigen Bezahlung abgeschlossen.
  • Kassenstand 1932 war 8 RM und ein Rückstand von 63 RM.
  • Kunstdünger wie Superphosphat, Ammoniak, Kali etc. und Spritzmittel wurde damals reichlich verwendet. Es wurden sogar Spritztageszeiten eingeführt.
  • Ein erster gemeinsamer Spielplatz wurde vom Verein gebaut.
  • Zum Blumentag der Stadt München am 30.08.1932 müssen 3 Gartenanlagen, inkl. unserem, zusammen 1.000 Blumensträuße liefern.
  • Am Blumentag findet ein Kinderfest mit einer Feier zum 15-jährigen Bestehen unseres Vereines statt.
  • Durch Teilung sehr großer Gärten (bis zu 600 qm) werden 5 neue Gärten mit je ca. 200 qm gewonnen.
  • Es wurde beschlossen, dass Neumitglieder 3 RM Aufnahme­gebühr bezahlen müssen.
  • 1933 Der Kleingartenverein besteht nach der Teilung großer Gärten nun aus 47 Gärten. Der Verband und somit auch der Verein wurde dem Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler ein-
    gegliedert.
  • Der Kleingartenverband hat für alle Gartler eine Haftpflichtver­­sicherung abgeschlossen. Preis pro Garten 4 Pfg.
  • Die Pacht beträgt wie 1932, 3 Pfg./qm und 5 RM Wassergeld
  • Der Bierpreis in der Kantine beträgt 38 Pfennig pro Liter Grafin­ger Bier. Eine Preissenkung um 1 Pfg. wurde in Aussicht gestellt.
  • Der 2. Vorsitzende - Schmid tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Neu gewählt als 2. Vorsitzender - G.F. Kircher [Mitglied der Nationalsozialistische Betriebszellenorgani-sation (NSBO)].Wie Kirchner ge­hörten auch schon einige andere Vorstandsmitglieder dieser oder ähnlicher NS-Organisationen an.
  • Am 6.5.1933 wird beschlossen wer bis zum 1. Oktober seine Pacht für das Folgejahr nicht bezahlt hat muss mit Kündigung rechnen.
  • Am 13. Mai 1933 wird bekanntgegeben, dass auf Grund der politischen Verhältnisse, im Sinne Adolf Hitlers, der Kleingarten­verband und somit auch die einzelnen Vereine dem Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler eingegliedert werde. Die gesamte Vorstandschaft des Kleingartenverbandes wurde aufgelöst und durch kommissarische Vorstände ersetzt.
  • Auch für unseren Verein kam die Auflage das die Herren der Vorstandschaft der N.S.D.A.P. oder der Deutschnationalen Partei, später erweitert auf Mitglieder der Stahlhelm, N.S.B.O., N.S.B.A. angehören oder politisch neutrale verbürgte Vereins­mitglieder sein müssen.
  • Die neue kommissarisch leitende Vorstandschaft 1. Vorsit­zender - Kramer, 1. Schriftführer - Ecker und Kassier - Schullan.
    Weitere, noch bestehende Vorstände: 2. Vorstand - Kircher,
    2. Schriftführer - Kindl, Gartenberater - Schmid, Obmann und Beisitzer - Lengl, Beisitzer – Schnaitzl, Revisoren – Lodisch und Schindler.
    Schullan klärt die Mitglieder auf, dass bei kommunistischer, moralischer Agitation oder Quertreiberei der unwiderrufliche Ausschluss aus dem Verein erfolgt.
  • Im Juli 1933 wir einem Mitglied des Kaninchenzüchtervereins (Herr Kau, Sektionsführer der N.S.D.A.P.) bis auf Widerruf der Anschluss an die Wasserleitung des Vereines mit einer Zapf­stelle gegen Bezahlung genehmigt.
  • Zum Blumentag der Stadt München am 27.08.1933 müssen wir 200 Blumensträuße liefern.
  • Sommerfest ist am 6. oder 20.8. geplant, je nach Witterung. Die Maß Bier soll 50 Pfg. kosten. Die Musik kostet 1,50 RM pro Person und Stunde.
  • 1934 Der Kleingartenverein besteht jetzt aus 48 Gärten. Wo und wann die Gartenteilung gefunden hat ist nicht dokumentiert. Nur lt. Anwesenheitsliste sind 48 Gärten vertreten.
    Vereinsführer - Kramer, Stellvertreter - Kircher, Schriftführer - Ecker, 2. Schriftführer – Kindl, Kassier – Schullau, Revisor und Obmann – Lodisch u. Lengl.
  • Die Kleingartenanlage wird ab sofort monatlich vom 2. Stadt­gruppenführer Herrn Garten-architekt Wild besichtigt.
  • Es musste vom Verein eine vereinseigene, 6 m lange Haken­kreuzfahne, sowie eine Sturmfahne beschafft werden.
  • Zur Generalversammlung am 20.1.1934 erschienen die Herren Stadtgruppenführer Oberlehrer Freitag und sein Stellvertreter Gartenarchitekt Wild.
  • Stadtgruppenführer Oberlehrer Freitag stellt die neue Satzung vor. U.a. ist die Vereinsbezeichnung „e.V.“ und der Hinweis „Für Schäden, veranlasst durch Kinder, haften die Eltern“ zu streichen. Des weiteren ist auch die Kleintierhaltung untersagt.
  • Wegen der hohen Ausgaben durch die Auflagen der Partei wird der Pachtpreis auf 5 Pfg. pro qm und Jahr festgelegt.
  • Unentschuldigtes Fehlen bei 2 Versammlungen hintereinander ist ein Grund zu sofortigen Kündigung.
  • Nach Rücktritt Kircher wird neuer stellvertretender Vereinsführer – Renner.
  • 1935 Der Kleingartenverein besteht aus 48 Gärten.
    • Der Kleingarten........

      in Bearbeitung 1935 bis heute
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